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Alpträume in Norwegen

AiN

„Die Ureinwohner Norwegens, die Lappen, die noch weiter im Norden leben, nennen das Wesen, das im Inneren der Schneestürme lebt, Witiko.“ Ragnar hechelte, als renne er um sein Leben. Dabei hielt er sich nur an den Seiten des Schlittens fest und sah dabei nicht einmal besonders angestrengt aus. „Das Wort bedeutet: ‚Er, der einsam schreitet‘. Dieser Geist soll ein Mischwesen sein; halb Mensch, halb Hirsch. Angeblich ernährt er sich von gefrorenem Menschenfleisch. Und dann wird wieder eine arme Seele, die vor ihrer Zeit gestorben ist, von dem Sturm mitgerissen. All jene, die ihm freiwillig folgen, so heißt es, sind immun gegen jegliche Kälte. Eine Eigenschaft, die wir hier wohl alle gut gebrauchen könnten.“
Matilde schwieg. Sie ließ sich das Gesagte durch den Kopf gehen und schaffte es nicht, etwas zu erwidern.“

Nach einer Zugkatastrophe sitzt die junge Jägerin Matilde Visconti im norwegischen Lom fest. Inmitten der verschneiten Einöde kämpft sie mit der Last ihres Gewissens. Ihr Leidensgenosse Rick Fairwell ringt seinerseits mit dem Wahnsinn, der sich bis zur Auflösung seiner Identität emporschraubt. Kreis um Kreis rücken die beiden näher aneinander, bis Realität und Vorstellung zu einer grotesken Einheit verschmelzen.

12,00 €

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Alraune und der Golem

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Der Zug war am Galgenberg angelangt. Die Fackelträger bildeten einen Halbkreis. Das Licht der Fackeln reichte nicht aus, um die grausige Stätte ganz zu erhellen. Michael wusste wohl, was ihm bevorstand, aber er bewahrte gewaltsam seine Ruhe. Da trat eine Kuttengestalt vor ihn hin und fragte mit dumpfer, hohler Stimme:
“Ich frage Dich nochmals, Michael, ob Du Dich schuldig hältst.”
Ein hartes “Nein” war die Antwort. Der Kuttenträger gab den bereitstehenden Henkersknechten einen Wink. Da packten sie den Zigeuner und führten ihn unter den Galgen. Michael wurde sich erst jetzt bewusst, wie fürchterlich das Sterben sei. In ohnmächtigem Zorn versuchte er, sich los zu reißen, schlug mit den Füßen um sich und schrie verzweifelt auf. Es nutzte ihm nichts. Die Henkersknechte schleiften ihn mit Gewalt bis an den Platz, wo ihm die Schlinge um den Hals gelegt wurde. In diesem Augenblick krachte ein gewaltiger Donnerschlag mit einem grell aufzuckenden Blitz fast zu gleicher Zeit. Michaels Züge waren fürchterlich verzerrt. Nochmals schrie er in seiner Todesangst auf, aber die Schlinge um seinen Hals erstickte jäh seinen furchtbaren Schrei. Die Fackelträger senkten die Fackeln.
Der Sturmwind heulte und klagte ein schauriges Lied. Oben am Galgen hauchte Michael sein Leben aus. Die Männer in den Kutten wandten sich wieder dem Tal zu.

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Arkheim

arkheim

Die Urlaubsvertretung von Dr. Semmelbach sollte keine allzu große Herausforderung für einen Arzt sein, der die Krankheiten eines Patienten sozusagen auf den ersten Blick erfühlt, zumal die Praxis von der langjährigen Sprechstundenhilfe bestens organisiert ist. Doch die Bewohner des verfallenen Kurortes leiden unter rätselhaften Erkrankungen, und manche, wie die faszinierende Laura Gambrini, sind von einem Geheimnis umgeben, das ebenso dunkel und unergründlich ist wie Arkheim selbst

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Das Siegel des Mandschu

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Schwarzer Rauch stieg auf und hüllte den Thron ein. Als er sich wieder legte, war der Sitz nicht länger leer, sondern ich konnte einen Mann erkennen, hochgewachsen, in einen Mantel mit einem verwirrenden Muster aus goldenen Drachen gekleidet, auf dem Haupt eine seltsame Kappe mit zwei flügelartigen Ausläufern. Das darunterliegende Gesicht wurde von mattem, strähnig grauem Haar eingerahmt und wirkte ausgezehrt, irgendwie verwüstet, und war schrecklich anzusehen; die Lider bleischwer, die tückischen Augen kaum einen Spalt weit geöffnet, die Wangen eingefallen und leichenblass, von tiefen, pockennarbigen Kratern bedeckt, die Lippen farblos und unter großer Kraftaufwendung zusammengepresst. Dennoch spürte ich wohl, dass er nichts von seiner außerordentlichen Gefährlichkeit eingebüßt hatte. Es war unfassbar und doch wahr. Lyan Sun Ho hatte überlebt. Der Mandschu war zurückgekehrt, und wie schon einmal befand ich mich in seiner Gewalt. Es erschien mir wie ein Alptraum. (…)

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Der kataleptische Traum

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In einem dunklen, schier endlos scheinenden Wald lebt in fast vollkommener Abgeschiedenheit die Familie Duval, die sich seit Generationen dem Studium der Schwarzen Magie verschrieben hat. Nur vom obersten Zimmer im Turm ihres Hauses erblickt man das Tageslicht. Eines Tages erkrankt die Tochter Sophie Duval und verfällt in einen Zustand der Katalepsie. Ihr Bruder, zu dem sie eine inzestuöse Beziehung pflegt, erblickt unter dem Einfluss eines bewusstseinserweiternden Pilzsuds in ihren Träumen das furchtbare Schicksal, das der Familie droht. Allmählich offenbart sich ihm die ganze Wahrheit seiner Existenz.

12,00 €

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Der Totenfresser

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Der Künstler Karl Marek ist erfolgreicher und gleichzeitig ein höcht seltsamer Zeitgenossen. Eines Tages weiht er seinen Freund ins das Geheimnis seine Erfolges ein, das Schrecklicher nicht sein könnte!.

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Die Horror-Fabrik

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Franz Adler ist ein erfahrener Ingenieur für industrielle Fertigungsanlagen, doch die Fabrik Max Sandmanns stellt ihn vor unlösbare Rätsel. Was wurde aus der Mitarbeiterin, die spurlos verschwunden ist? Was wird dort eigentlich hergestellt? Und welche Rolle spielt das Mädchen, das wie eine Wilde im Wald lebt?

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Ein wahrhaft seltener Privatdruck

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Das Cover zeigte ein Buch in grauschwarzen Schattierungen in schlechter Schwarzweiß-Kopie. Abgebildet war einmal mehr die doppelschwänzige Nixe, jedoch diesmal deutlich größer und sich nicht mehr vor einem Wappen befindend, sondern in einer Meereslandschaft schwimmend. Man hatte die Unterseite ihrer beiden Fischschwänze so abgeschnitten, dass es den Eindruck erweckte, als schwimme sie tatsächlich im Meer oder tauche soeben aus diesem auf. Darüber prangten in großen Lettern der Autorenname und etwas kleiner darunter der Titel und die Bezeichnung »autobiographischer Roman« in kursiver Schrift.
Der Klappentext ließ mich ratlos zurück:
Wer glaubt, hier den neuen Superwurf von Stephan Angler angepriesen zu finden, der irrt. Denn alles ist nur ein Spiel, das die doppelschwänzige Nixe mit uns treibt. Der Zufall ist aufgehoben. Wir alle sind nur Romanfiguren aus Anglers Büchern. Und Angler ist tot. Oder auch nicht. Zumindest steht es in diesem Buch.

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Jenseits von Gut und Böse

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Jenseits von Gut und Böse erzählt die Geschichte eines erfolgreichen Anwalts aus Neu-England, der zu keiner menschlichen Gefühlsregung fähig ist. Zwar hat er sich über die Jahre hinweg verschiedene Masken zugelegt, doch wahre Emotionen bleiben ihm verschlossen. Als er am Totenbett seiner Mutter einen wichtigen Hinweis auf die wahre Identität seines Vaters erhält, beginnt seine verhängnisvolle Suche.

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Nacht über Rochester

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Wonach musste sie Ausschau halten? Eine Tür, vergessen von der Gegenwart. Rechterhand sah sie die Treppe, die zur Kellertür hinab führte. Lydia ging weiter. Mit fester Hand umklammerte sie den Schlüssel in ihrer Jackentasche. Verschlungene Efeuranken überzogen die Fassade und bildeten einen grünen Vorhang, der etwas zu verdecken schien. Lydia schob sich durch das Pflanzengestrüpp … und verharrte überrascht. Das musste es sein!, durchfuhr es sie wie ein Blitz. Eine schwere, dunkle Holztür mit geschnitzten Reliefs und einem stilisierten Löwenkopf verbarg sich hinter dem dichten Efeuvorhang. Lydia nahm den Schlüssel aus der Tasche und steckte in mit vor Aufregung zitternden Händen in das riesige, altertümliche Schloss. Nur widerwillig wollte er sich im Schloss drehen lassen, und Lydia musste all ihr Kraft aufwenden, doch plötzlich ertönte ein lautes Klicken, und die Tür ließ sich mit sanftem Druck nach innen bewegen. Knirschend glitt sie über den steinernen Fußboden und offenbarte staubige Finsternis..

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SABURAC

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Im Schatten eines hoch aufragenden Hauses mit ungewöhnlichem Sägezahngiebel entdeckte er ein winziges Geschäft. Es handelte sich um ein Antiquariat. Ein Großteil des Sortiments schien aus Büchern zu bestehen, von denen viele recht alt und zumindest auf den ersten Blick interessant schienen. Als Krebs genauer hinsah, stellte er fest, dass es sich um medizinische und wissenschaftliche Nachschlagewerke handelte. Dennoch konnte er der Versuchung nicht widerstehen und betrat den Laden, begleitet von dem leisen Klingen eines Glockenspiels.
Es war, als trete er in eine andere Zeit ein. Die Einrichtung des Geschäfts war auf angenehme Weise altertümlich. Der Geruch der Bücher mischte sich mit dem Duft würzigen Pfeifentabaks. Hinter einem Arbeitstisch, auf dem Kartonagen, Kleber und Stifte ausgebreitet lagen, saß ein Mann, der nur kurz aufblickte, als Krebs eintrat. Er konzentrierte sich darauf, einen Bucheinband auszubessern und gleichzeitig die Bruyèrepfeife in Gang zu halten, die in seinem Mundwinkel stak.

12,00 €

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Stella Maris

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Nach dem tragischen Tod eines seiner Mitarbeiter zieht sich Jonas Schwarz in ein norddeutsches Seebad zurück. In der verregneten Jahreszeit und als einziger Gast im Ort, lässt er sich von der maritimen Atmosphäre und den Schauergeschichten der Einheimischen gefangen nehmen. Auch ist es gerade der Zeitpunkt, in dem die Bewohner der kleinen Stadt ein Fest vorbereiten, das nur einmal alle dreißig Jahre begangen wird: Hochzeit mit dem Meer. Im Laufe seines Aufenthaltes lernt Jonas die geheimnisvolle Stella kennen. Er verliebt sich in die junge Frau, der die Einheimischen gegenüber eine seltsame Mischung aus Furcht und Respekt zeigen. Mit der Zeit wird für Schwarz im deutlicher, dass die beschauliche Hafenidylle nur Fassade ist. Auf einer Insel vor der Küste macht er eine beunruhigende Entdeckung: Eine Steintafel in den Ruinen einer Abtei weist darauf hin, dass die Hochzeit mit dem Meer alles andere ist, als ein harmloser Brauch aus ferner Vergangenheit..

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Vom Flüstern der Mollusken

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Im Schatten eines hoch aufragenden Hauses mit ungewöhnlichem Sägezahngiebel entdeckte er ein winziges Geschäft. Es handelte sich um ein Antiquariat. Ein Großteil des Sortiments schien aus Büchern zu bestehen, von denen viele recht alt und zumindest auf den ersten Blick interessant schienen. Als Krebs genauer hinsah, stellte er fest, dass es sich um medizinische und wissenschaftliche Nachschlagewerke handelte. Dennoch konnte er der Versuchung nicht widerstehen und betrat den Laden, begleitet von dem leisen Klingen eines Glockenspiels.
Es war, als trete er in eine andere Zeit ein. Die Einrichtung des Geschäfts war auf angenehme Weise altertümlich. Der Geruch der Bücher mischte sich mit dem Duft würzigen Pfeifentabaks. Hinter einem Arbeitstisch, auf dem Kartonagen, Kleber und Stifte ausgebreitet lagen, saß ein Mann, der nur kurz aufblickte, als Krebs eintrat. Er konzentrierte sich darauf, einen Bucheinband auszubessern und gleichzeitig die Bruyèrepfeife in Gang zu halten, die in seinem Mundwinkel stak.

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